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Pflege-Mindestlohn: Ab Januar 2018 steigt der Mindestlohn auf 10,55 €

01.11.2017

Die Dritte Verordnung hat jetzt das Kabinett passiert und tritt ab November 2017 in Kraft: Bis 2020 sollen die Mindestlöhne für alle Pflegebetriebe und ihre Beschäftigten schrittweise ansteigen.

 

Der Pflege-Mindestlohn liegt über dem gesetzlichen Mindestlohn - vor allem Pflegehilfskräfte profitieren daher von der Erhöhung.

 

Ab 1. November 2017 gilt weiterhin der Mindestlohn von 10,20 Euro im Westen und 9,50 Euro im Osten. Eine Ausnahme bildet Berlin: Dort gilt der Mindestlohn für Pflegekräfte in Höhe von 10,20 Euro.

 

Ab 2018 ist geplant, den Pflege-Mindestlohn schrittweise weiter zu erhöhen, bis er den Betrag von 11,35 Euro (West) beziehungsweise 10,85 Euro (Ost) ab Januar 2020 erreicht. Damit steigt der Mindestlohn in der Pflege um 2,8 Prozent. Außerdem soll die bereits begonnene Angleichung der Löhne in Ost und West weitergeführt werden.

 

Die Regelung gilt auch für ausländische Pflegeunternehmen, die ihre Arbeitskräfte nach Deutschland entsenden. In Privathaushalten sollen die Pflege-Mindestlöhne jedoch nicht gelten - dort gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde.

 

Die Verordnung richtet sich nach den Empfehlungen der Pflegekommission, der Vertreter der privaten, öffentlich-rechtlichen und kirchlichen Pflegeeinrichtungen angehören.