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Herzlich Willkommen in Seelow

Jörg Schröder

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Kreisstadt,

sehr geehrte Gäste, liebe Besucher der Stadt Seelow!

 

Seelow liegt am Westrand des Oderbruches, am Anstieg zur Ostbrandenburgischen Platte. Erstmals urkundlich 1252 als Dorf „Zelou“ und 1273 als Städtchen (seit 1278 Stadtrecht) erwähnt, führte die vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm im Jahre 1646 eingerichtete Reitpostroute von Cleve am Rhein bis nach Königsberg im damaligen Preußen über Seelow. Ihr größter Vorzug erschließt sich nur demjenigen, der ihre bevorzugten Aussichtspunkte findet; den Krugberg, die Kuppe am Sender oder die steinerne Reliefplatte an der Gedenkstätte auf den Seelower Höhen.

 

Außer dem 1847 erbauten Rathaus gibt es nur noch wenig historische Bausubstanz in der Stadt. Interessant ist die von Karl-Friedrich Schinkel maßgeblich bauarchitektonisch beeinflusste Kirche aus der Zeit von 1830 bis 1832. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Dank des bekanntesten Sohnes unserer Stadt, Herrn Prof. Dr. h. c. Werner Otto, wurde es möglich, dass die festliche Einweihung des wieder erbauten Kirchturmes am 19.04.1998 erfolgen konnte.

 

Das vielbesuchte Anti-Kriegs-Museum auf den Seelower Höhen informiert über die letzte Phase des 2. Weltkrieges, als hier im erbitterten Kampf von Anfang Februar bis Mitte April 1945 ca. 33.000 russische und ca. 12.000 deutsche Soldaten ihr Leben ließen.

 

Am 21.04.1957 wurde das Kreiskulturhaus „Erich-Weinert“ eröffnet, kurze Zeit später das „Oderbruchstadion“. 1971 kamen die Seelower in den Genuss einer größeren Einkaufseinrichtung, der Kaufhalle in der Straße der Jugend.

 

Mit der politischen Wende in der ehemaligen DDR zog die erste frei gewählte Bürgermeisterin, Frau Helga Seiler (SPD), ins Rathaus ein. Mit der Kreisgebietsreform 1993 wurde Seelow zur Kreisstadt von Märkisch-Oderland erklärt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform 2003 wurde der Ort Werbig in die Stadt Seelow eingemeindet.

 

Wer Seelow aus früheren Zeiten kennt, dem fallen die vielen baulichen Veränderungen nach der „Wende“ auf. Das im Jahre 2000 rekonstruierte und mit einem Anbau versehene Rathaus, das „Zentrum am Markt“, die behindertengerecht gebauten Wohnparks Rotkäppchen und am Weidenweg, das Gewerbegebiet Seelow Nord, die vielfältig neu gestalteten Fassaden, das Sanierungsgebiet „Kirchviertel“ mit der Stadtpfarrkirche, die Eigenheimsiedlung in der Apfelstraße, die neuen Sportanlagen „Sparkassenarena“ und der EWE-Kunstrasenplatz in der Robert-Koch-Straße mit Flutlicht, die neuen Einkaufsmärkte, die „Remise“ im Ortsteil Werbig, die „Alte Dampfbäckerei“, die neue Verkehrsgesellschaft in der Hinterstraße, die „Gedenkstätte auf den Seelower Höhen, das CJD und der CVJM, das neu sanierte „FRIZZ“, die Kreisverwaltung, die Volksbank und die Sparkasse Märkisch-Oderland, das teilweise neu entstandene und sanierte „Evangelische Krankenhaus Lutherstift“, das AWO–Seniorenzentrum „Anne Frank“, die Begegnungsstätte der Volkssolidarität, die „Villa Casa“ in der Ernst-Thälmann-Straße, Wohn- und Geschäftshäuser und nicht zu vergessen, die 2009 neu erbaute Kindertagesstätte „Max und Moritz“. 2010 kam die neue Kita „Märchenland“ mit 105 Plätzen hinzu. Eltern freuten sich 2011 über die Kita der evangelischen Kirche „Arche Noah“ mit 65 Plätzen.

 

Mit der Erweiterung des Oberstufenzentrums und des Gymnasiums, mit der Modernisierung der Grund-, Ober- und Förderschule, der Modernisierung und dem Anbau des neuen Hortgebäudes wurde der Schulstandort Seelow weiter geprägt.

 

Den ansässigen Firmen soll das Hauptaugenmerk gelten. Geht es denen gut – dann geht es auch der Stadt gut! Der Mittelstand prägt den Wirtschaftsstandort, auch wenn es hier noch viele Reserven zu erschließen gilt. Seelow als Verwaltungs- und Schulstandort sichert viele Arbeitsplätze. Auch in der Infrastruktur wurde in den letzten Jahren viel erreicht. Der Schulcampus I, II, III, der Ausbau der Bahnhofstraße, der Straße Am Kulturhaus und nicht zuletzt die Frankfurter Straße zeugen davon.

 

Die Vision eines starken Mittelzentrums rund um die „Seelower Höhen“ prägt nicht nur die politische Arbeit in der Kreisstadt. Vielleicht gelingt es ja, die Landesgartenschau 2019 nach Seelow zu holen – das wäre eine Herausforderung an die ganze Region. Der Heimatverein „Schweizerhaus Seelow“ e.V. möchte die Simonschen Anlagen in dieses Projekt einbinden.

Die über 50 Vereine leisten eine engagierte Arbeit und bereichern das kulturelle und sportliche Leben der Kreisstadt. Feste Termine, wie das Sport- und Spielfest des SV Victoria Seelow e.V. am 1. Mai, das Stadtseniorenfest, der Internationale ADAC – Autocross und die „Deutschen Meisterschaften“ im Juni, die Kultursommernacht mit dem Verein „Alte Dampfbäckerei und dem Kirchenkreis MOL im August, das Stadt- und Schützenfest und der Weltkindertag im „FRIZZ“ im September und der historische Weihnachtsmarkt im Dezember bereichern das Miteinander der Bürger in unserer Stadt.

Hier sei erwähnt, dass am 04. und 05. September 2015  mit einer Vielzahl von Vereinen, Schulen, Kitas und Hort unser nunmehr 20. Stadt- und Schützenfest statt findet.

 

Die Stadt Seelow steht mit vier Partnerstädten in freundschaftlicher Verbindung. 1990 wurde mit der Stadt Moers in Nordrhein-Westfalen ein Vertrag abgeschlossen. Hinzu kommen die polnischen Städte Kostrzyn und Miedzychod sowie die französische Stadt Nangis bei Paris.

 

Seelow eignet sich bestens als Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung. Der Radfahrweg „Oderbruchradweg“ und die Anbindung zum „Oder-Neiße-Radweg“ können von vielen Touristen genutzt werden. Unsere Touristinformation „Oderbruch und Lebuser Land“  hilft Ihnen gern bei der Planung Ihres Urlaubs und sucht für Sie nach Übernachtungsmöglichkeiten.

Informieren Sie sich bitte auf unserer Homepage über die vielfältigen Angebote in unserer schönen Kreisstadt von Märkisch-Oderland.

 

Ich heiße alle Besucher unserer Stadt ganz herzlich willkommen und wünsche Ihnen einen angenehmen, für Sie in bester Erinnerung bleibenden Aufenthalt.


Jörg Schröder
Bürgermeister