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Marx in Soho

28.04.2018 um 18:00 Uhr

Schauspiel von Howard Zinn

 

mit Boris Aljinovic
als Karl Marx

 

aus dem Amerikanischen von Heide Sommer

 

Regie: Bernd Kauffmann

 

Karl Marx feiert seinen 200. Geburtstag. Angeblich ist er ja seit langem tot, aber nun ist er da, tot und zugleich nicht tot, als ein Stück Dialektik für die Lebenden. Und er steht fassungslos vor der Blindwütigkeit, mit der man seinen „Histomat“ und „Diamat“ zugerichtet hat und mit der sich die „Realsozialisten“ die „philosophische DNA" seines Werks pragmatisch zurechtgebogen haben. Eine Stunde nur darf er nachsehen, was aus seinem Kapital geworden ist, und aus dem Kommunistischen Manifest. Heute sieht er manche Dinge anders, er weiß, wo er irrte und wo er Recht behielt. Er bestaunt die Marktwirtschaft, die Religion, die er „Opium des Volkes“ nannte – und nicht, wie es Lenin falsch zitierte, Opium für das Volk.

 

Marx spricht nicht mehr von Kapitalismus und Sozialismus, sondern davon, wie der Reichtum der Erde für alle Menschen genutzt werden kann. Man gebe den Menschen, was sie brauchen: Nahrung, Medizin, saubere Luft, reines Wasser, Bäume und Gras, ein freundliches Heim, einige Stunden Arbeit am Tag und ein paar mehr Stunden der Muße.

 

Howard Zinn war ein amerikanischer Historiker; sein bekanntestes Buch A People’s History of the United States ist eine Schilderung der Entwicklung der USA aus der Perspektive der Menschen außerhalb des Establishments. Der Monolog Marx in Soho erschien 1999, als mit Francis Fukuyamas These vom „Ende der Geschichte“ die Ideen von Marx gerade wieder einmal besonders „totgesagt“ waren. Marx verschlägt es darin aus dem Jenseits versehentlich nicht ins Londoner, sondern ins New Yorker Soho. Im eindringlichen und berührenden Gespräch mit dem Publikum bekennt er seine Irrtümer und erweist sich noch immer als ein Denker, dem die Ungerechtigkeit unter den Menschen den tiefsten Schmerz bereitet.

 

Schauspiel

Sa, 28. 4., 18 Uhr

Großer Saal

 

Eintritt

€ 18,- / ermäßigt € 14,

 

Eine Produktion der

Movimentos Festwochen

der Autostadt in Wolfsburg

 

präsentiert von

radioeins (rbb)

 

Eintrittskarten im Vorverkauf

erhalten Sie telefonisch unter 033476-600-750 (täglich 10-18 Uhr),

via Online-Buchung über schlossneuhardenberg.de, an den Vorverkaufsstellen von ticketmaster und an der Rezeption von Hotel Schloss Neuhardenberg.

 
 

Veranstalter / Veranstaltungsort

Stiftung Schloss Neuhardenberg

Schinkelplatz
15320 Neuhardenberg

Telefon (033476) 6000 (Hotel)
Telefon (033476) 600750 (Kartenreservierung)

E-Mail E-Mail:
www.schlossneuhardenberg.de

 

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