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Geschichte der Stadt Seelow

1252 Das Dorf "Villa Zelou" wird in einer Urkunde des Erzbischofs von Magdeburg als Besitz der Lebuser Stiftskirche, nachweisbar erwähnt. Der Ort tritt immer in enger Verbindung mit den Bischöfen von Lebus auf. 
1278 Aus dem Dorf wird eine Stadt (opidum nostrum Selowe), woher der Name stammt, kann nicht eindeutig nachvollzogen werden. Deutungen sind: Selo-, Kirchdorf? (russisch) Selow, Grünstadt (wendisch). 
1405 Der Bischof hat Hof und Allodium von acht Hufen, zwei Weinberge, Wiesen, eine Schäferei. Es gibt eine kleine Mühle am Weinberg. 
1497  Zwei Windmühlen werden errichtet.
1581 120 Familien leben in der Stadt.
1555  Der Kurfürstliche Amtshauptmann Georg Rohr gestattet der Stadt im Stadtkeller neben dem Fürstenwalder Bier, auch fremdes Bier zuführen. 
1630 Seelow brennt zu großen Teilen völlig nieder. 
1654 In Seelow leben bzw. befinden sich u. a. ein Bäcker, ein Brauhaus, ein Büchsenmacher, ein Schuster ist Bürgermeister, ein Fleischer, vier Leineweber, zwei Kürschner, ein Radmacher, drei Schneider, ein Zimmermann, ein Schäfer, ein Schmied, ein Müller, ein Hirte.
1733 Es werden gezählt: 59 ziegelgedeckte und 150 strohgedeckte Häuser, 115 Scheunen, 223 Männer, 272 Frauen, 229 Söhne, 266 Töchter, 17 Gesellen, 47 Knechte, 20 Jungen, 69 Mägde. Die Menschen leben hauptsächlich von der Viehzucht. Dreimal im Jahr war in Seelow Vieh- und Pferdemarkt. Dieser gehörte zu den bedeutensten in der gesamten Kurmark.
1768 Mediatstadt, 210 Häuser, Seelow gehörte damals zum Amt Sachsendorf.
1788 Stadtbrand
1801 Zehn massive, 98 ziegelgedeckte und 108 strohgedeckte Häuser, 123 Scheunen, acht Braustellen, zwei Branntweinblasen, drei Kram-, Vieh- und Pferdemärkte, kgl. Akzise- und Nebenzollamt.
1809 Stadtbrand. Erneut große Zerstörung. Beim Neuaufbau wurde der Markt vergrößert und einige Straßen verbreitert.
1832 Die Stadtpfarrkirche wurde an Stelle der alten, mittelalterlichen Kirche errichtet und eingeweiht; sie ist ein langestreckter, verputzter Backsteinbau.
1847 Erbauung eines neuen Rathauses, eines neuen Gerichtshauses und einer Sparkasse.
1850 Erste Fabrik in Seelow, welche als Watte-Fabrik wenige Jahre später wieder schließen mußte.
1863 Das Landratsamt wurde nach Seelow verlegt, die Stadt hat zirka 3450 Einwohner, vier Windmühlen, eine Ziegelei, ein Chausseehaus.
1895 Fertigstellung des Schützenhauses
1939 Eingemeindung von Zernickow
1945 Sehr starke Zerstörung von Seelow, Schlacht um die "Seelower Höhen", etwa 50000 Soldaten gefallen. 
1952 Aus dem Kreis Lebus wird der Kreis Seelow mit neuen Kreisgrenzen, LPG Typ I, Errichtung der Grundschule.
1954 Beginn der Bauarbeiten am Kulturhaus
1960 Vier Industriebetriebe mit 242 Beschäftigten, vier PGHs mit 104 Beschäftigten; LPG Typ III - 247 Mitglieder, LPG Typ I - 13 Mitglieder
1965 Errichtung der Bertolt-Brecht-Schule
1972  Bau der Gedenkstätte "Seelower Höhen"
1954-
1985
kommunaler, genossenschaftlicher und privater Wohnungsbau, neue Wohngebiete
1990 Ein Flächennutzungsplan im Entwurf wird erarbeitet. Er schafft die Voraussetzung, dass in Seelow eine intensive Bautätigkeit beginnt. 
1991 Baubeginn des neuen Klärwerkes und eines neuen Gewerbegebietes in Seelow/Nord
1993 Eröffnung eines Einkaufszentrums und eines Hotels an der B1. Beginn Sanierung "Dampfbäckerei" als sozial kulturelle Begegnungsstätte.
1994 Im Zentrum an der Frankfurter Straße und in der Breiten Straße entstehen neue Wohn- und Geschäftshäuser.
1995 Im Sanierungsgebiet "Kirchviertel" wird vorhandene Bausubstanz um- und ausgebaut , aber auch nicht mehr zu haltende Gebäude neu errichtet, z.B. Geschäftshaus der AOK Brandenburg. Die Abwasserleitungen im Zentrum werden verlegt. Kommunale und genossenschaftliche Wohnhäuser werden saniert.
1998 Wiederaufbau des Kirchturms
1999 Sanierung des Rathauses

 

Weitere Ausführungen zur Stadtgeschichte finden Sie unter ww.stadtchronik-seelow.de.