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Tage der englischen Sprache

12.11.2016

Im November hieß es für die Siebtklässler der Oberschule Seelow „Keep calm and enjoy English“, denn es fanden erstmalig die "Tage der englischen Sprache" statt.

An den ersten beiden Tagen nahmen die Schülerinnen und Schüler an sechs verschiedenen Workshops teil, die sich mit vielen Aspekten des Lebens im Vereinigten Königreichs beschäftigten.

Bereits vor Schuljahresbeginn wuchs die Idee einer Englischwoche im Fachbereich Fremdsprachen, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, „über ihren Tellerrand“ hinauszublicken und sich intensiv mit der Kultur und Lebensweise der Briten auseinanderzusetzen, da im Fachunterricht dafür häufig nicht genügend Zeit bleibt. In einem der Workshops wurden die Jungen und Mädchen in die traditionelle Prozedur des „English Afternoon Tea“ eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler erlebten hautnah, welche Techniken und Benimmregeln für das Teetrinken vorausgesetzt werden. Im Musikworkshop erlebten die Siebtklässler eine musikalische Zeitreise durch die bedeutende britische Musikgeschichte. Die Schülerinnen und Schüler sangen zum Abschluss „God Save the Queen“. Die Lernenden wurden aber auch schauspielerisch aktiv, indem sie den Freddie Frintons und May Wardens berühmten Sketch „Dinner for One“ analysierten und darstellten. Des Weiteren erstellten die Schülerinnen und Schüler Rästel und Quizze, die im laufenden Unterricht immer wieder eingesetzt werden können.

Nun stellt sich aber die berühmte Gretchenfrage: Welche Eindrücke hinterließen die Workshops bei den Lernenden? „Cool, lustig, interessant“ – diese Adjektive wurden häufig genannt und viele Schülerinnen und Schüler würden das Projekt gern wiederholen. Bei den Englischlehrerinnen hinterließen diese Tage auch einen bleibenden Eindruck, denn aus ihrer Sicht habe das Projekt dazu beigetragen, dass die Schülerinnen und Schüler etwas Neues kennengelernt haben, ihre Interessen ausüben und ihre Stärken zeigen können.

Das Projekt fand schließlich einen turbulenten und actiongeladenen Abschluss. Die Schauspieler vom Theater im Palais Erfurt besuchten uns dieses Mal außer der Reihe mitten im Schuljahr und gaben mit „Two like Bonnie und Clyde“ ein Gaunerstück zum Besten, das die Siebtklässler von der ersten Minute an in seinen Bann zog.

Angelehnt an die allseits bekannte Story  des Gangsterpärchens Bonnie und Clyde verfrachten die beiden Akteure ihre Kriminalkomödie in die Gegenwart und lassen die zwei Hauptfiguren den berühmten Vorbildern nacheifern. Allerdings gehen sie bei dem Versuch, eine Bank zu überfallen derart dilettantisch ans Werk, dass selbst die zur Unterstützung in die Szenen eingebundenen Schülerinnen und Schüler ihnen nicht zum Erfolg verhelfen können.

Die beiden Möchtegern-Ganoven scheitern kläglich an ihren ambitionierten Bankraubplänen und müssen ihre Träume vom großen Geld, einer Heirat in Las Vegas und einem sorgenfreien Leben in Südamerika trotz intensiver Generalproben mit Hilfe einiger schauspielfreudiger Siebtklässler auf Grund einer vertauschten Einkaufstüte, einem leeren Fluchtwagentank und nicht zuletzt der mangelnden Intelligenz der Bonnie-Nacheiferin alsbald begraben. Zum Ende der Odyssee ergibt sich dennoch zufälligerweise wenigstens für sie ein Happy End.

Erstmals präsentierten uns die Schauspieler keine Neu-Interpretation eines bekannten Märchens, sondern brachten mit der Gangsterkomödie eine humorvolle Mischung aus Slapstick, Comedy und Actionkrimi auf die provisorische Bühne der Turnhalle. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten gespannt das bunte Treiben auf der Bühne und ließen sich mehr als bereitwillig als Laienschauspieler in die Handlung einbinden. Alle zeigten sich begeistert und stimmten mit den Englischlehrerinnen überein, dass dieses Stück zweifellos den Höhepunkt unserer Englischtage bildete.

 

 

Stefanie Reetz

Kerstin Wendt

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Tage der englischen Sprache

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Tage der englischen Sprache (12.11.2016)