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Kirche Seelow

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Eine der Sehenswürdig-keiten ist die Kirche von Seelow. Sie hat eine wechselvolle Geschichte. 1630 wurde die Pfarrkirche nach einem verheerenden Brand wieder aufgebaut. 1820 stürzte ein Teil des Turmes ein, so dass die Kirche dringend reparaturbedürftig war. Erst im Jahre 1830 ging man, nachdem die Rekonstruktion abgelehnt worden war, nach Entwürfen von Siedler und Schinkel an den Neubau.

 

Die 1832 eingeweihte Stadtkirche ist ein langgestreckter verputzter Backsteinbau mit Apsis und Westturm.

 

Die Ostseite ist gekennzeichnet durch die klassizistische Gliederung der Apsis. Über dem hohen Sockel sind Rechteckfenster im Wechsel mit pflasterartigen Mauerstreifen. 1945 wurde der Turm von der deutschen Wehrmacht gesprengt. Ein durch die Angriffe vom 16. – 18. April 1945 hervorgerufener Brand vernichtete den Dachstuhl und das hölzerne Inventar.

 

Es blieben nur noch die Außenwände stehen. Unter Aufgabe des Turmes ist die Kirche in zwei Abschnitten bis 1952 bzw. 1959 wieder aufgebaut worden. Dabei wurde die Innenraumgestaltung verändert. Durch die großzügige Spende des Versandhausgründers Dr. Werner Otto konnte nach 8 Monaten Bauzeit der Kirchturm wieder aufgebaut und am 19. April 1998, 55 Jahre nach der Sprengung, wieder eingeweiht werden.

 

1999 wurde mit staatlichen und kirchlichen Fördermitteln, sowie weiteren Spenden die Außenhülle und das Dach der Kirche erneuert.

 

Besonderen Wert wurde im Bereich des Daches, der Gesimse und der Fenster auf die Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbildes der Seelower Stadtkirche gelegt. Zeitgleich wurden die Funktionsräume im Kirchenschiff unter zeitmäßigen Gesichtspunkten rekonstruiert. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten im Jahre 2000 konnte auch wieder touristisches Interesse an der Stadtkirche registriert werden.

 

Zum Jubiläumsjahr 2002 hatte Prof. Dr. Werner Otto, der in Seelow geboren wurde, die Finanzierung der Renovierung des Sakralraumes im Kirchenschiff zugesagt. Diese letzten Arbeiten an und in der Kirche begannen im Januar 2002 und wurden pünktlich zu den Feierlichkeiten anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt, im Juli 2002, fertiggestellt.

 

Für die Finanzierung dankt die Kirchengemeinde dem Sponsor Prof. Dr. Werner Otto.